Trends & Tipps Das große Battle: Xing oder LinkedIn?

Das große Battle: Xing oder LinkedIn?

Xing, das soziale Netzwerk zur Pflege von Geschäftskontakten im deutschen Raum, oder LinkedIn, der amerikanische Konkurrent? Die beiden Netzwerke ringen seit Jahren um den Rang eins im deutschen Raum. Welches Netzwerk bringt welche Mehrwerte? Welche Optionen ergeben sich für die Nutzung im Maklerbüro? Wir haben die Portale verglichen!

Reichweite der Nutzer: Geografische Ausrichtung

Der wohl offensichtlichste Unterschied der Beiden Business-Portale ist die geografische Ausrichtung. Während LinkedIn sich auf den internationalen Markt ausweitet, beschränkt sich Xing auf Deutschland, Österreich und die Schweiz. In der DACH-Region hat das deutsche Online-Karrierenetzwerk im zweiten Quartal 2020 rund 19.5 Millionen Nutzer zählen können. Davon sind rund 15,5 Millionen aus Deutschland. Die Anzahl der Nutzer hat sich seit 2013 somit mehr als verdreifacht. LinkedIn dagegen nutzen über 15 Millionen Menschen im DACH-Raum. Also in etwa ein Viertel weniger als den deutschen Konkurrenten. Der Vergleich auf globaler Ebene zeigt schon ein anderes Bild. In mehr als 200 Ländern und Regionen nutzen den seit 2016 zu Microsoft gehörenden Social-Media-Riesen, aktuell 706 Millionen Nutzer.

Zielgruppen der Karrierenetzwerke: Bildungsstand und Altersstruktur

Die Karrierenetzwerke schmücken sich damit, Führungskräfte und Akademiker als wichtigste Zielgruppe zu haben. Werfen wir einen Blick in die Daten & Fakten von Xing: 23 Prozent aller Nutzer haben ein Abitur- oder Fachabitur, 35 Prozent sogar einen Hoch- oder Fachhochschulabschluss. 47 Prozent aller Mitglieder arbeiten in einer leitenden Führungsebene. Sieben Prozent dagegen sind Berufseinsteiger oder Praktikanten.

Knapp über die Hälfte aller Absolventen mit Hochschulabschluss aus den Vereinigten Staaten nutzen dagegen die Plattform LinkedIn. Da die Angaben beider Portale jedoch etwas anders formuliert sind, ist der Vergleich schwer machbar. 28 Prozent aller Nutzer des Online-Riesens sind zwischen 18 und 29 Jahre alt, 37 Prozent zwischen 30 und 49 Jahren. Auf Xing ist die Altersstruktur schwerer zu identifizieren, da ganze 59 Prozent Ihr Alter nicht definiert haben. Die höchste Prozentzahl aller angegebenen Altersstrukturen sind mit 12 Prozent jedoch die 31- bis 40-jährigen.

Sparpreise Ade: Der Abopreis-Check

Sowohl LinkedIn als auch Xing sind als Basis Accounts verfügbar. Das bedeutet, dass Firmen oder Privatpersonen eine eingeschränkte Version der Plattformen zur Verfügung steht, welche allerdings kostenlos ist. Wer die beiden Netzwerke rein zur Kontaktpflege nutzen möchte, für den reicht diese Variante vermutlich aus.
Um alle Features in vollen Umfang nutzen zu können, gibt es das Angebot eines Premium-Pakets. LinkedIn bietet dabei vier verschiedene Varianten an: Das Career-Paket für Arbeitssuchende, das Business-Plus-Abo für Networking, das Sales-Paket und das Hiring-Paket. Die Abopreise der jeweiligen Tarife variieren zwischen circa 29 und 89 Euro.

Um mehr Einblicke in Ihren Xing-Aktivitäten zu erhaschen, muss der Nutzer zwischen rund acht und 80 Euro ausgeben. Der Preis variiert nach Paket. Zur Verfügung steht der Tarif Premium, ProJobs und ProBusiness.

Im Fokus: LinkedIn und Xing als Business-Plattformen

Wofür nutzen Unternehmen überhaupt LinkedIn oder Xing? Neben der Recrutierung können auch Unternehmensziele wie Brand Awareness oder Leads-Generierung der Grund der Nutzung eines Social Media Netzwerks sein. Grundsätzlich können die Unternehmensziele entweder mithilfe des Unternehmens-Accounts oder der Mitarbeiter-Accounts erreicht werden.

Ein deutlicher Fokus liegt beim internationalen Karriereportal LinkedIn dabei auf dem Content, welcher mittlerweile mit einem sozialen Netzwerk zu vergleichen ist. Die verschiedenen Formate geben Unternehmen die Möglichkeit verschiedene Ziele wie Reichweite, Leads und Conversions zu erreichen. LinkedIn’s Algorithmus mag, ebenso wie Facebook und Co., Interaktionen, also die Kommunikation zwischen Menschen.
Auf Xing gibt es zwar ebenfalls die Möglichkeit als Unternehmen Content zu teilen, jedoch mit weitaus weniger Mitteln als auf LinkedIn. Auch die Reichweite bzw. die Interaktionen sind dazu niedriger.

Fazit: Wer macht das Rennen?

Im internationalen Vergleich hat das amerikanische Unternehmen LinkedIn deutlich die Schnauze vorn. Die höheren Nutzerzahlen wirken sich auch auf die Reichweite aus und bringen viele Vorteile mit sich. Dennoch sollten weder Unternehmen noch Privatpersonen auf Xing verzichten. Besonders für Nutzer der DACH-Region gehört das Karriereportal Xing nach wie vor zu einen Muss im Social Web. Wer kein Profil auf einem der beiden Portale hat, wird sich schwer tun im Web zu Networking zu betreiben und Aufmerksamkeit zu schaffen.

Titelbild: © marynka-scaled/AdobeStock.com

Marina Hindelanghttps://newfinance.de
Die gebürtige Allgäuerin ist mittlerweile nicht mehr nur in der Medien- und Kommunikationsbranche zu Hause, sondern fühlt sich auch in München wohl. In ihrer Freizeit findet man sie in der Natur in den Bergen oder beim Salsa auf dem Tanzparkett. Bei NewFinance dreht sich bei ihr dagegen alles um redaktionelle Inhalte im Onlinebereich.

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