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Zielgruppe Handwerker: Arbeit auf goldenem Boden

Herdecke: Ein Handwerker stürzt von einem Dachfirst. Die Freiwillige Feuerwehr rückt aus. Soweit ein Bericht der Westfalenpost aus dem vergangenen September. Der Fall zeigt einmal wieder: Handwerker sind in ihrem Beruf großen Risiken ausgesetzt. Wir werfen einen Blick auf die Zielgruppe.

Handwerk in Zahlen

Ein noch relativ neues Risiko ist seit dem Frühjahr die Coronavirus-Pandemie, die der Handwerksbranche – wie fast allen anderen Branchen auch – zugesetzt hat. Im zweiten Quartal, so berichtet das Statistische Bundesamt (Destatis), ging der Umsatz im zulassungspflichtigen Handwerk um insgesamt 7,4 Prozent zurück, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Den größten Schwund hat Kraftfahrzeuggewerbe (minus 21,6 Prozent) zu verzeichnen. Das Bauhauptgewerbe steht dagegen im Plus (plus 4,7 Prozent). Im zweiten Quartal gab es zudem weniger Beschäftigte als noch im Vorjahr. Auch hier hatte das Bauhauptgewerbe den niedrigsten Schwund zu verzeichnen (minus 0,3 Prozent). Im Kraftfahrzeuggewerbe ist gegenüber dem zweiten Quartal 2019 ein Rückgang der Beschäftigten um 1,6 Prozent zu beobachten, beim Lebensmittelgewerbe sind es minus 5,0 Prozent.

Vor Corona sahen die Zahlen anders aus. Wie der Zentralverband des Deutschen Handwerks berichtete, stieg die Anzahl der handwerklichen Betriebsbestände um 1,0 Prozent auf 1.012.013. Die Zahl der bestandenen Gesellenprüfungen ging um minus 0,9 Prozent zurück, dafür jedoch stieg die Zahl der bestandenen Meisterprüfungen (bestandene Anlage B1) um 5,3 Prozent, die Meisterprüfungen (bestandene Anlage B2) um 15,5 Prozent. Der Umsatz wuchs gegenüber 2018 um 4,0 Prozent auf 640 Milliarden Euro. Insgesamt sind 5,58 Millionen Deutsche im Handwerk beschäftigt.

Quelle: Statista

Risiken für Handwerker

Und welchen Risiken sind Handwerker hauptsächlich ausgesetzt? Hier listet das Handwerk-Magazin, basierend auf Daten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, zunächst Hauterkrankungen auf. Diese können beim Kontakt mit chemischen Substanzen oder Reinigungsmitteln entstehen. Ein weiteres Risiko ist Lärmschwerhörigkeit, ein Risiko, das jedoch einfach zu erkennen und zu vermeiden ist. Umso gefährlicher: Schädigungen des Innenohrs kommen schleichend und sind nicht rückgängig zu machen. Handwerker, die sich überwiegend im Freien aufhalten, sind anfälliger für Hautkrebserkrankungen als andere Kollegen. Rückenprobleme wiederum sind ein deutschlandweites Problem, an dem nicht nur Handwerker leiden. Allerdings können, wenn im Betrieb schwere Lasten von Hand bewegt werden müssen, gravierende Rückenprobleme lauern. Und zuletzt gehören Lungen- und Kehlkopfkrebs zu den größten Risiken für Handwerker. Diese können steigen, wenn der Handwerker oftmals Asbest oder Mineral- beziehungsweise Holzstaub ausgesetzt ist.

Wie sichern Handwerker sich ab?

Problematisch dabei: Angestellte Handwerker können sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung, die lange Zeit als das Go-To-Werkzeug angesehen wurde, kaum oder gar nicht leisten. Der Grund dafür ist die hohe Risikoeinstufung ihres Berufs. Hier bietet die Grundfähigkeitsversicherung eine Lösung. Sie versichert einzelne Fähigkeiten wie den Gebrauch einer Hand, Heben, Tragen oder Bücken. Die Zahlung erfolgt stets unabhängig davon, ob der Kunde seinen Beruf noch ausüben kann oder nicht – es kommt nur auf den Verlust einer Fähigkeit an. Weitere Informationen zur Grundfähigkeitsversicherung der R+V finden Interessierte unter dem folgenden Link.

Titelbild: ©PicsArt/stock.adobe.com

Lars-Eric Nievelstein
Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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