Trends & TippsDigitale LösungenAn einem Strang ziehen: So klappt das Teambuilding im Homeoffice

An einem Strang ziehen: So klappt das Teambuilding im Homeoffice

Ein wenig Übung haben die meisten Unternehmen ja bereits aus dem Frühjahr. Wenn die gesamte Belegschaft von heute auf morgen ins Homeoffice wechselt und neue Strukturen sich erst finden müssen. Dann stellt sich die Frage: Wie bleibt das Team digital eine Einheit?

Wie schön wäre es, mit den Kollegen einen Kaffee zu trinken. Mit ihnen auch Privates auszutauschen. Selbst die kleinen Eigenheiten, die sonst sauer aufstießen, fehlen plötzlich im Homeoffice. Die Zeit ohne die Kollegen, sie kann zäh sein. Mühsam. Je nach Wohnsituation vielleicht sogar ein wenig einsam.

Social distancing: Für das Teambuilding ist Kommunikation entscheidend

Aber nicht nur der soziale Kontakt geht vielen Mitarbeitern ab, auch auf beruflicher Ebene kommen neue Herausforderungen hinzu: Etwa in Branchen, die von einer schnellen und engen Kommunikation abhängig sind. Die Versuchung, doch ins Büro zu gehen, mag womöglich groß sein. Sobald es möglich ist, von zu Hause aus zu arbeiten, sollte angesichts der aktuellen Infektionszahlen jedoch der Schutz der Mitarbeiter im Vordergrund stehen. Um auch im Homeoffice digital möglichst effizient zu arbeiten und das Teamgefühl zu erhalten, helfen ein paar kleine Tipps.

1. Das Loben nicht vergessen

Für viele Mitarbeiter spielt die Wertschätzung ihrer Leistung eine große Rolle, um sich zu motivieren oder den Antrieb zu erhalten. Fällt das Lob im Homeoffice weg, sinkt möglicherweise auch die Leistungsbereitschaft. In Tools wie Teams, Slack oder vergleichbarem gibt es hierzu die Möglichkeit, eine virtuelle Pinnwand aufzustellen. Auf dieser können Mitarbeiter und Führungskräfte besondere Leistungen oder Teamkompetenz hervorheben und loben.

2. Regelmäßig Videochats abhalten

Eine Frage immerzu in die Tastatur zu tippen, kann auf Dauer ermüdend sein. Kein Wunder: Ein Großteil der zwischenmenschlichen Kommunikation findet auf nonverbaler Ebene statt. Körperhaltung, Stimme, Gestik und Mimik bestimmen, wie wir von unseren Mitmenschen wahrgenommen werden. Wie schnell kann es passieren, dass eine getippte Nachricht falsch verstanden oder eine falsche Aussage transportiert wird? Angelegenheiten im Videochat zu klären, erspart nicht nur Zeit, sondern vertieft auch die sozialen Beziehungen. Es hilft schon, Nachrichten mit Emojis mehr Aussagekraft zu verleihen oder separate Chatrooms mit den Kollegen einzurichten, in denen – ohne Anwesenheit der Chefs – Privates besprochen werden kann. Und: Kamera an.

3. Gemeinsam Pausen einplanen

Was im Büro wichtig ist, bleibt es auch im Homeoffice: Gemeinsame Pausen können auch auf digitalem Wege im Büroalltag einen guten Ausgleich zur Arbeit bieten. Einfach mal die Cafeteria in die eigene Küche holen, den Pausenraum nach Hause verlagern oder das Feierabendbierchen gemeinsam öffnen.

4. Die Anspannung nehmen

Sind Mitarbeiter noch neu im Unternehmen, besteht zu Beginn noch eine gewisse Scheu gegenüber den anderen Kollegen. Wie hat er die Bemerkung eben gemeint? War das ein Scherz? Um diese Anspannung zu lindern, helfen sogenannte “Icebreaker-Fragen” in Gruppengesprächen. Dazu gehören Fragen wie “Wie feierst Du kleine Erfolge? Was machst Du, um Dich selbst zu belohnen?” – aber auch Gemeinsamkeiten, die während des Homeoffice aufgetreten sind: Sei es die Jogginghose, die inzwischen zum Alltag dazugehört oder die Küche, die zum Büro umfunktioniert wurde.

5. Dresscode: Gemütlich

Welche Kleidung sich im Homeoffice am besten anfühlt, ist jedem selbst überlassen. Der eine schlüpft ins edle Bürooutfit, während andere morgens lieber in die gemütliche Jogginghose gleiten. Das digitale Teambuilding kann zumeist lockerer sein, als es am Arbeitsplatz der Fall wäre. Statt des Bürostuhls darf das Telefonat oder der Videochat auch auf der Couch abgehalten werden. Und auch im Videochat ist Kreativität erlaubt. Manche Tools ermöglichen es, den Hintergrund anzupassen: entweder mit einem Bild aus dem Lieblingsurlaub, dem Wunschurlaubsziel oder einfach ein aussagekräftiges Foto an der Wand, das zu sehen sein darf.

Titelbild: © S.Kobold/stock.adobe.com

Brigitte Mellert
Ihr Journalismus-Studium und ihre Redakteursausbildung zogen sie vor Jahren aus München weg nach Schwaben. Nun, zurück in der neuen alten Heimat, durchforstet sie als Online-Redakteurin die Finanzwelt nach spannenden Geschichten. Dort fündig geworden, verbringt sie ihre Freizeit am liebsten in der Natur auf dem Rad oder beim Wandern in den Bergen.

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