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Abgenagt: Welche Tierversicherung lohnt sich?

Rund 34 Millionen Haustiere gibt es in Deutschland, wobei fast in jedem zweiten Haushalt mindestens ein Tier lebt. Diese Zahl könnte sich seit Beginn der Corona-Pandemie erhöht haben. Diesen Schluss lassen zumindest die Stimmen aus den Tierheimen zu. Die viele Zeit (alleine) zu Hause hat bei einigen Menschen den Wunsch nach einem tierischen Mitbewohner geweckt. Das eröffnet Vermittlern eine größere Zielgruppe.

Rund ein Viertel mehr Tiere als sonst vermittelte etwa das Tierheim in Nürnberg, aber auch andere Tierheime berichteten von einer gestiegenen Nachfrage. Und auch in Frankfurt am Main haben überdurchschnittlich viele Hunde nach FAZ-Angaben bis Ende September ein neues Zuhause gefunden. Mit dabei sind auch viele neue Tierhalter, die noch wenig Erfahrung haben und sich plötzlich mit wichtigen Fragen konfrontiert sehen: Was passiert, wenn das Haustier krank wird? Welche Tierversicherungen sind sinnvoll?

Darauf ist als Tierhalter zu achten

Zur Standardprozedur, um sich Hund und Katz zu halten, gehören Wurmkuren, Impfungen oder Kastrationen. Weniger vorhersehbar sind aber Eingriffe am Tier wegen Nierenversagen, Schilddrüsenunterfunktion oder Diabetes – chronische Erkrankungen bedürfen gar lebenslanger Behandlung. Das geht ins Geld.

Kosten: Die Tierrasse ist entscheidend

Je nach Tierrasse eignen sich unterschiedliche Tierversicherungen. Eine freilaufende Katze hat beispielsweise ein höheres Risiko, sich im Kontakt mit Wildtieren zu verletzen oder Krankheiten einzufangen, als ein Stubentiger. Genauso benötigt eine 60-Kilo-Bulldogge eine andere Medikamentendosis als ein Chihuahua. Die Tarife sind daher nach Angaben des GDV Verbraucherportals Die Versicherer nach Rasse gestaffelt.

  • Der Rund-um-Schutz

In diesem Tarif ist das Haustier von der kleinen Schnittwunde bis hin zu schwerwiegenden Erkrankungen wie einem Nierenausfall versichert. Mit inbegriffen sind auch hohe Kosten einer möglichen OP.

  • Der Operationskundenschutz

Erkrankt ein Tier und benötigt eine Behandlung, sind nur die Kosten einer Operation inklusive Nachbehandlung gedeckt. Reißt sich ein Tier das Kreuzband, erleidet einen Darmverschluss oder verdreht sich der Magen, zahlt die Versicherung. Nicht im Tarif eingeschlossen sind Behandlungskosten im Falle eines Vireneffekts oder internistischer Vorsorgeuntersuchungen. Hier zeigt sich die Notwendigkeit, die Tierrasse im Tarif zu unterscheiden: Die Dosierung der Narkose muss individuell angepasst werden.

Die R+V-Versicherung bietet ebensolche Tarife für Hunde und Pferde an und unterscheidet unter anderem zwischen Haftpflicht- und OP-Versicherungen. Für Pferde gibt es ebenfalls eine Lebensversicherung.

Tierversicherung: Wann lohnt es sich?

Viele Tierbesitzer fragen sich, ab wann sich eine Versicherung überhaupt lohnt. Einen Beitragsrechner, anhand dessen der Vermittler die Kosten beziffert, gibt es nicht. Diese Rechnung muss jeder individuell für sich ausrechnen. Beiträge für eine Tier-Vollversicherung belaufen sich, abhängig von der Rasse, auf bis zu 500 Euro jährlich. Wer also nur selten zum Tierarzt muss, zahlt womöglich deutlich drauf.

Je regelmäßiger Tiere zur Behandlung müssen, desto mehr rechnet sich eine Versicherung. Die Kosten erstellen Tierärzte anhand der sogenannten Gebührenordnung für Tierärzte (GOT). Neben den tierärztlichen Leistungen gehört die angewandte Arznei mit dazu. Fallen Katzen beispielsweise unter den einfachen Gebührensatz, kostet eine Untersuchung neun Euro. Der dreifache Satz entsprechend 27 Euro. Hunde kosten hingegen schon im einfachen Gebührensatz etwa 14 Euro, der dreifache Satz liegt bei 40 Euro. Eilbesuche wie bei einem Vergiftungsfall sind teurer und belaufen sich auf bis zu 77 Euro.

Achtung: Das sind die Ausnahmen

Branchenexperte blau.de warnt davor, blind eine Versicherung abzuschließen. Ebenfalls sollten Tierbesitzer zu Beginn auf das Alter und Vorerkrankungen der Haustiere achten. In manchen Fällen werden oben genannte Standardbehandlungen nicht übernommen. Gleiches zählt für Höchstentschädigungsgrenzen, wodurch der Besitzer manche Kosten  selbst zahlen muss.

Tierhalter-Haftpflichtpflichtversicherung hingegen sind ratsam und in manchen Bundesländern wie Niedersachen beispielsweise sogar Pflicht. Allzu schnell zerlegt der Hund die Einrichtung oder verursacht andere ungewollte Schäden. Die R+V bietet hierzu die Tierhalterhaftpflicht-Versicherung an.

Kleinere Tiere wie Katzen, Kaninchen oder ein Wellensittich sind oft bereits in der Privathaftpflichtversicherung des Tierhalters abgedeckt. Für Exoten wie Schlangen und Spinnen gilt das nicht immer. In diesen Fällen sollten Besitzer sich bei ihrer Versicherung erkundigen.

Titelbild:© Leoniek /stockAdobe.com

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