Themen & ProdukteKfzSchneechaos in Deutschland: "Tagelang im Dauereinsatz"

Schneechaos in Deutschland: “Tagelang im Dauereinsatz”

Februar 2021: Ein wahres Schneechaos sucht große Teile Deutschlands heim. „Deutschland wird zum Eisschrank“, titelte zum Beispiel der Spiegel, berichtete von Verkehrschaos und Hochwasser. Es dauerte mehrere Tage, bis die Entwarnung folgt. Dem ADAC zufolge waren die Auswirkungen des Extremwetters im Norden, Osten und in der Mitte noch Tage später zu spüren, doch zumindest war die Lage auf den Autobahnen entspannter als vorher.

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Klimawandel begünstigt Kältewellen

In Zukunft könnten solche Kälteeinbrüche sich häufen. Bereits 2012 warnte die Zeit davor, dass die globale Erwärmung derlei Phänomene begünstigt. Dabei stützte sie sich auf eine Studie des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung. Demzufolge gäbe es einen Zusammenhang zwischen dem Abschmelzen des Eises in der Arktis und extremem Winterwetter in Europa. Das ZDF berichtete zudem im vergangenen Jahr, dass der Klimawandel generell Wetterextreme begünstige.

Das R+V Service Center

Wie lief das Schneechaos aus der Sicht der R+V ab? Dazu haben wir mit dem R+V Service Center gesprochen.

Redaktion: Wie haben Sie das Schneechaos vom Februar im Service Center der R+V erlebt?

R+V Service Center: In der ersten Februarhälfte 2021 sind aufgrund der Wetterlage mehr als die Hälfte der sonst üblichen Anrufe in der Notrufzentrale für den KFZ-Schutzbrief der R+V Versicherungen, aber auch für den KRAVAG LKW-Notdienstservice „LKW bergen und abschleppen“ eingegangen. Das Anrufvolumen hat sich im direkten Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum verdoppelt.

„Die Notrufteams am Telefon und die eingesetzten Pannen- und Unfallhelfer vor Ort waren tagelang im Dauereinsatz.“

Trotz der außergewöhnlichen Wetterlage sicherte das Team des R+V Service Centers weiterhin Erreichbarkeiten von über 95 Prozent. Das alles bei einem Servicelevel von mehr als 86 Prozent der angenommenen Anrufe innerhalb von 20 Sekunden.

Redaktion: Welche Arten von Schäden meldeten die Kunden am häufigsten? Haben Sie da aktuelle Zahlen?

R+V Service Center: Pannen- und Unfallhilfen wurden im PKW Bereich deutlich vermehrt angefordert. Im LKW-Bereich sind viele Kunden von der schnell umschwenkenden Wetterlage überrascht worden und haben sich im Schnee festgefahren. Es ereigneten sich durch Schnee und Glatteis natürlich auch eine erhöhte Anzahl an Unfällen.

Redaktion: Inwieweit konnten Sie diesen Kunden helfen?

R+V Service Center: Allen Versicherungsnehmern, die über die R+V Gesellschaften mit Ihrem KFZ versichert sind, erhalten – wenn inkludiert – über den KFZ Schutzbrief eine 24h Hilfe über das R+V Service Center. Dort organisieren wir 24h an jedem Tag im Jahr Hilfe für Versicherungsnehmer.

Redaktion: Wie können Kunden sich am besten prophylaktisch vor den finanziellen Folgen eines solchen Schneefalls schützen?

R+V Service Center: Für den KFZ-Bereich hilft hier der Schutzbrief der Versicherungen der R+V Gesellschaften. Im LKW-Bereich dagegen übernimmt die KRAVAG bei Firmenkunden mit einer Vollkasko- und Ladungsversicherung die kompletten Bergungs- und Abschleppkosten bei Lkw- und Bus-Unfällen, steuert die gesamte Schadenabwicklung und übernimmt die Kosten. Der Komplettservice LKW b+a (LKW bergen + abschleppen) ist beitragsfrei für kaskoversicherte Kunden im Schwerlastbereich inbegriffen.

Schneelast auf dem Dach

Für den Fall von zu hoher Schneelast ist die R+V ebenfalls ein verlässlicher Partner. Zu hohes Gewicht von Schneewehen auf dem Dach ist vor allem für Vorbauten und Garagen gefährlich. Solche Schäden sind nicht automatisch versichert, warnt das Infocenter der R+V Versicherung. „Schon eine zehn Zentimeter hohe Schneedecke kann deutlich über 40 Kilogramm pro Quadratmeter wiegen“, erklärt R+V-Experte Kristofer Olsson in einer Pressemeldung. Schäden durch Schneedruck sind generell über eine Elementarschadenversicherung abgedeckt. Solaranlagen müssen dabei als besonderes Ausstattungsmerkmal mitversichert werden.

Titelbild: ©DCrane Photography/stock.adobe.com, Video: BorkumFan

Lars-Eric Nievelstein
Lars-Eric Nievelstein
Hat Kunstgeschichte und Literatur studiert. Schreibt gerne. So gerne, dass er sich sowohl in der NewFinance-Redaktion als auch in der Freizeit damit beschäftigt. Und sollte er mal nicht schreiben, interessiert er sich für E-Sport, Wirtschaft und dafür, wer gerade an der Börse abrutscht.

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